Ausgangslage

Die letzte Anpassung der Gebäudestruktur erfolgte im Jahr 1970. Das bestehende Haus und das Ökonomiegebäude sind in einem Brandschutz Unterabstand. Bei den aktuell kalten Wintertagen liegt die Raumtemperatur in den Kinderzimmern bei +15 °C. Das Gebäude wird nach Errichtung und Bezug des Neubaus abgerissen.

Beurteilung Asbest

Alle Nassräume stammen aus dem Jahre 1970 und sind mit Keramikplatten an den Wänden und mit Bodenbelägen aus Novilon ausgeführt. Es ist davon auszugehen, dass die Verkleidungen mit Kleber befestigt wurden, in dem Asbest enthalten ist. Vor der Demontage des Gebäudes werden diese Bauteile durch einen Experten beurteilt und fachgerecht demontiert.

Neubau

Der Neubau ist als 3-Generationen-Haus konzipiert. Grosseltern, Kinder, Grosskinder. Das Gebäude wird nach Minergie A/P ECO gebaut und soll der Energiestrategie 2050 des Bundes entsprechen (2000 Watt Gesellschaft). Die Sonnenenergie ist ein wesentlicher Bestandteil des Gebäudekonzepts. Das Gebäude entspricht in der Form und Struktur dem Obwaldner Bauernhaus mit den typischen Vorlauben, Unterwaldner Bögen und Vordächern. Die Nutzung und das Gebäudevolumen sind identisch zum alten Wohnhaus. Der Neubau weist ein Geschoss weniger auf als das bestehende Gebäude. Auf einen Keller wurde beim Neubau aus energetischen Gründen verzichtet. Im Erdgeschoss ist eine Alterswohnung, die das hindernisfreie Wohnen im Alter ermöglicht. Im ersten und zweiten Obergeschoss ist Platz für je eine Familie mit 3-4 Kindern.

Erweiterung

Die neue anrechenbare Bruttogeschossfläche beim Neubau beträgt 319.5 m2. Dies entspricht einer Erweiterung von 3.4 %. Die Erweiterung ist auf die Mehrdämmung der Aussenwände und die Vergrösserung der Badezimmer für ein zeitgemässes Wohnen zurückzuführen. Die neue Bruttonebenfläche ist 12.4 m2 oder 6.2 % grösser und hat eine gesamt Fläche von 212.1 m2. Die Mehrfläche wird für die gedeckten Garagenplätze verwendet. Das Gebäude wird gemäss geltendem Baurecht auf das Maximum erweitert und kann nicht mehr vergrössert werden. Das neue umgebaute Volumen entspricht dem alten bestehenden Volumen.

Lage

Der Neubau wird direkt hinter das bestehende Objekt Richtung Nord-West zu stehen kommen. Die Hauptfassade verläuft parallel zur Parzellengrenze und der First ist in Fallinie des Geländes. Die Garage ist in einem separaten Gebäude parallel zur Strasse angeordnet, damit eine optimale Zu- und Wegfahrt gewährleistet ist. Da die Garage gegenüber der Hauptfassade zurückversetzt ist, entsteht zwischen den drei Gebäuden eine ruhige Gesamtheit. Alle Grenzabstände zu nachbarschaftlichen Parzellen werden eingehalten.

Materialisierung

Das Sockelgeschoss wird abgerieben und weiss gestrichen. Der erdreichberührende Teil wird aus Beton erstellt. Der Rest des Gebäudes wird aus einheimischem Holz gefertigt. Die Fassade wird mit Holz verkleidet. Die Behandlung wir grau-braun vorvergraut sein. Die Fenster sind aus Holz-Metall. Vorwiegend wird das Gebäude in Schweizerholz gebaut. Die Geländer der Lauben und der Balkon werden in Holz und in der gleichen Farbe wie die Fassade ausgeführt.

Gebäude Statik

Das Dachgeschoss ist mit einfeldigen Sparren überspannt. Diese liegen auf den Aussenwänden und einer Firstpfette. Die Vorlauben werden unter die Sparren aufgehängt. Die Firstpfette liegt auf den Aussenwänden und einer Mittelabstützung. Alle Innenwände werden statisch nicht beansprucht und können frei angeordnet werden. Das Obergeschoss wird mit einer Balkenlage (Durchlaufträger) überspannt. Die Lasten werden über die Aussenwände und einer Innenwand abgeleitet. Die Firstpfettenlast wird mit zusätzlichen Balken auf die Innenwand geleitet. Die Innenwand ist mit einem erhöhten Überschlag ausgeführt, damit es in der Wand nur ca. alle 2.00 Meter einen Pfosten braucht. Somit können die Wandverkleidungen flexibler angeordnet werden. Bei der Lasteinleitung von der Firstpfette braucht es zusätzliche Stützen. Alle anderen Innenwände werden statisch nicht beansprucht und können frei angeordnet werden. Das Erdgeschoss wird mit einer Balkenlage (Durchlaufträger) überspannt. Die Lasten werden über die Aussenwände und einer Innenwand abgeleitet. Die Innenwand ist mit einem erhöhten Überschlag ausgeführt, damit es in der Wand nur ca. alle 2.00 Meter einen Pfosten braucht. Somit können die Wandverkleidungen flexibler angeordnet werden. Bei der Lasteinleitung von der Firstpfette braucht es zusätzliche Stützen. Alle anderen Innenwände werden statisch nicht beansprucht und können frei angeordnet werden.

Haustechnik

Auf der südseitigen Dachfläche wird eine ca. 90 m2 grosse Solar PV Anlage installiert. Mit einem Nachtspeicher (Batterie) ist das Gebäude während rund ca. 10 Monaten pro Jahr energieautark. In der Jahresenergiebilanz resultiert eine Überproduktion der produzierten Energie. Es wird eine zentrale Komfortlüftung eingebaut. Das Regenwasser wir gesammelt und für das Brauchwasser aufbereitet (WC-Spülung, Waschmaschine, Gartenbewässerung). Die Beheizung des Gebäudes erfolgt zum grössten Teil über die Fensterflächen. Die grossen Fensterflächen gegen Westen und Süden tragen zur solaren Wärmegewinnung bei. Die Sonnenenergie wird im Unterlagsboden gespeichert und bei Abkühlung wieder abgegeben. Das zentrale offene Treppenhaus verteilt die Wärme gegen oben. Mit einer kleinen Wärmepumpe kann der Wärmebedarf bei kalten Wintern gedeckt werden. Das Warmwasser wird auch über die Wärmepumpe bereitgestellt.

Installationen

Die Aussenwände und die Geschossdecken werden mit einem 120 mm Installationsrost ausgeführt. Die Lüftungsgeräte in beiden Wohnungen werden zentral in einem Einbauschrank eingebaut um eine möglichst kurze Leitungsführung zu erreichen. Die Verteilkästen werden unter die Balkenlage montiert und mit einer abgehängten und einfach demontierbaren Holzplatte verkleidet. Die Elektro- und Sanitär-Leitungen werden in separaten Steigzonen geführt. Die Elektro Steigzone ist in der Aussenwand im Treppenhaus OG und in der Ankleide DG geplant. Sie ist so angeordnet, dass keine Schlafräume tangiert werden. Für die optimale Installation des Fäkalwassers sind alle Sanitärräume übereinander angeordnet. Der Hauptfallstrang ist in der Vorwand beim Treppenhaus geplant und unter dem Treppenpodest frei geführt mit einem Spülstutzen.

Zeitplan

Der Baustart ist Ende Februar 2017. Der Bezug des Neubaus ist auf Ende November terminiert.